Home
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Marokko 2004 - der erste Besuch

Die Trackaufzeichnung aus dem GPS. Leider waren die 1km pro Punkt zu detailliert, deshalb reichte es auch nicht ganz bis zum Ziel. Macht aber nix, die verbleibende Strecke zum Hafen war sowieso nur noch Straße.
 


Logfile im .trk Format für TTQV oder andere Programme


Tag 1 - die Anreise (Samstag und Sonntag)

Wenn es einen Nachteil an Marokko gibt, dann ist es die Anreise. Zur Auswahl standen die Fähren Sete - Tanger (30h) und Almeria - Nador (5h). Preise waren ca. € 1.300.- bzw. € 450.- mit einer Entfernung von 1100km bzw. 2300km. Nach einer einfachen Berechnung der Diesel und Mautkosten fiel die Entscheidung auf Almeria - Nador, die außerdem den Vorteil hat, am frühen morgen in Marokko anzukommen, was allerdings schief ging. Das Schiff ging auf einmal um 19.00 Uhr ab, anstelle von 23.00 Uhr. Damit waren wir um 02.00 in Marokko durch den Zoll. Geniale Zeit, keine Geld, kein Platz zum schlafen ....
Die Anreise ist meines Erachten nur in 2 Tagen zu machen, alle die das auf einmal fahren, geniessen meinen Respekt. Wir haben für das nächste mal ein Autobahnhotel gesehen, das wir beim nächsten in Betracht ziehen werden (bei Barcelona, Nacht ca. €90 N41 29,507 E 2 05,997), alternativ wurde uns von einem Urlauber den wir am Rastplatz getroffen haben das Hotel BonReturn empfohlen (www.bonretorn.com, Ausfaht 6, Figueras, € 56 inkl. Garage und Frühstück).
Der Verbrauch lag bei den schnellen Autobahnetappen mit Schnitt 130-140 bei 17l

 

Die Tüte ist im übrigen die GPS Abdeckung
 

Tag 2 - Nador - Midelt

Kann man unter "Überführung" ausbuchen. Die Nacht im Auto hat ihre Spuren hinterlassen, schlecht geschlafen, es ist auch relativ kalt. Geschlafen haben wir in der Auberge Jaafar (Därr Seite 470, Route B6), man kann dort auch campen, dazu war es aber zu kalt. Die Zimmer sind sauber, es gibt warme Duschen, der Wirt hat in Deutschland Bergbau studiert. Das Essen und der Wein waren phantastisch. Inkl Frühstück haben wir 523 Dirham bezahlt (ca. € 50.-)

   

Einen Sonnenring habe ich zum ersten mal gesehen und ich war schon in paar Ländern, mitte und rechts die Auberge mit Ihrem Panorama
 

Tag 3 - Midelt - Tinehir

Wir haben die Route über Rich genommen (C9 und C12). Bis Rich Teerstraße, dann Piste mit traumhaft schöner Landschaft, nicht schwierig zu fahren, es sind viele alte Mercedes MB100 Lieferwagen unterwegs, das sollte alles sagen.

   

Links und mitte, im Tal entlang, rechts ein MB100 mit dem obligatorischen Dachträger. Zu sehen sind die Reste aus einem Steinschlag.


Tag 4 - Ruhetag

Einen Tag nu Ruhe, gemütlich abhängen, lesen, .. Nach 4 Tagen, knapp 3000km, einer Nacht im Auto hat man sich das echt verdient. Wir waren in der Thodra Schlucht bei Camping Atlas. Sehr sauberer schön gelegener  kleiner Campingplatz, mit sauberen sanitären Anlagen, warmen Wasser und exzellenter Küche (Seite 582, Route C2)

 

Tag 5 - Rundkurs (geplant)

Geplant war von der Thodra-Schlucht nach Norden zum Lac Tislit bei Ilmichil, zurück bei Agoudal rechts weg in die Dades-Schlucht nach Boulmane. Alles schief gelaufen, schön war's trotzdem. Auf dem Weg von Agoudal sind wir 100 vor dem Pass im Schnee stecken geblieben, gem. GPS waren wir auf 2900m Höhe, danach wäre es vermutlich auf der Südseite besser geworden. Aber alleine und wegen der bereits fortschrittenen Zeit habe ich mich entschlossen auf dem bekannten Weg zurückzufahren. Mit mehrern Leuten hätte ich vermutlich eine Spur gegraben.

         

      

Die Bilder sprechen glaube für sich selbst. Nur ein Kommentar zum 3. v.r. unten. Nein, ich bin nicht absichtlich so rein gefahren um ein Bild zu machen. Die Piste war leicht tiefer als die Umgebung und der Schnee hat sich drin gesammelt. Rechts und links Graben und große Steine. Wir haben die Stelle dann weiträumig umfahren.
 

Tag 5 - Rundkurs Boulmane - Dades Schlucht

 Wieder ein Fehlschlag, wir sind auf der Teerstraße nach Boulmane gefahren, die Dades-Schlucht nach Norden und wollten dann am Ende der Schlucht nach Westen nach Ait-Hani, die ersten Koordinaten im Reiseführer sind falsch, alle von dieser nach Westen führenden Pisten führen ins nirgendwo. Nach Hinweisen von Einheimischen haben wir dann den richtigen Einstieg gefunden, die Piste ist aber in so katastrophalem Zustand, ich bin oft ausgestiegen um Steine wegzurollen, daß wir nach ca. 5km augegeben haben. Die Piste war schon kaum mehr zu sehen und 35km sind dann richtig lang. Wir haben später ein paar Engländer getroffen die die Piste im Jahr 2003 gefahren sind. Kurz zusammengefaßt, man sollte es besser sein lassen. Vermutlich waren die auch die letzten die den Weg genommen haben. Nichtsdestotrotz, die Dades-Schlucht ist unglaublich schön.

     


Tag 6 - Fahrt zum Erg Chebbi

Nach einigen Tagen war es dann an der Zeit mal weiterzufahren. Ziel war Merzouoga. Auf dem Weg dorthin sind wir in einen Heuschrecken-Schwarm gekommen. Geschlafen haben wir bei Camping Touareg, wohin auch später die gleichnamige Touareg Rallye pausieren sollte. Desweiteren war es noch sehr sehr windig. Uns wurde von Wohnmobilisten berichtet, daß es einige Tage vorher echte Sandstürme gegeben hat.

         

          


Tag 7 - Erg Chebbi - Source Bleu de Meski

Die Fahrt vom Erg Chebbi nach Source Bleu führt durch ein sehr schönes Tal. Der Camping Platz liegt sehr idyllisch, hat ein großer Naturschwimmbad ist allerdings sehr groß, da er primär für Wohnmobile ist.

Tag 8 - Source Bleu de Meski nach Tinehir (Camping Atlas)

Überführungsetappe, mehr gibts dazu nicht zu sagen
 

Tag 9 - Tinehir (Camping Atlas) - Quarzazate über das Rosental

Sehr schöne Strecke,  man biegt auf bei Keela M'gouna nach Norden ab und ist leicht zu befahren solange man nicht den Fehler macht, der Beschreibung aus dem Därr zu folgen. Man fährt einfach die Piste entlang, dann kommt kommt man nach Bou Thagrar. Wir sind zuerst der etwas vagen Beschreibung gefolgt "Piste biegt ohne erkennbaren Abzeig nach Osten ab..." Bild unten rechts das Ergebnis. Man kam nicht mehr weiter.   Wie dem auch sei, nach einem schönen Mittagessen sind wir  dann nach Osten zur Dadès Schlucht gefahren und über die Teerstraße weiter nach Quarzazate. Die Route nach Westen Richtung Skoura (C25) wäre sicher schöner gewesen aber zu lang geworden. Beim nächsten mal..., dann auch mit deutschen Wanderkarten für das Atlasgebirge, extrem detailliert und alle Pisten sind schön eingezeichnet.

     

   


Tag 10 - Quarzazate - Marrakesch

Sehr schöne Strecke, in Endeffekt nur ca. 40km über Piste (von ca. 200km), man braucht aber fast einen ganzen Tag dazu. Die 35km Piste sind in einem katastrophalen Zustand und nur mit wirklich großer Bodenfreiheit zu machen. Insgesamt hatten wir 5 Flussdurchfahrten, die aber alle problemlos waren. Über weite Strecken geht nur Schrittgeschwindigkeit, man wird aber durch phantastische Ausblicke entschädigt. Bild rechts zeigt einen Storch die es in diesem Tal zuhauf gibt.

       

   

 

Tag 11-13 - Marakkesch

Eine faszinierende Stadt. Die Stadt ist eine interessante Mischung zwischen modern westlich und ursprünglich orientalisch. Wir waren z.B. im Internetkaffee, 1Stunde für umgerechnet € 1, Nutella ist ebenfalls käuflich. Auf der anderen Seite alles das was man aus den Klischees erwartet.
Der Campingplatz (Pfauen als Platztiere) ist ok, 11km außerhalb an der Straße nach Casablanca. Um in die Stadt zu kommen ist es m.E. am besten das Auto nehmen, wir haben den ganzen Tag an der großen Moschee, 500m von Djaama el-Fna, dem großen Marktplatz und Mittelpunkt der Stadt entfernt, für 5 DH (=€ 0,50) geparkt. Die Leute die es mit dem Taxi versucht haben, sind mit 200-400 DH angezockt worden.
Was wir beim nächsten mal machen wollen, ist in Marrakesch in einem Riad zu wohnen, ein oder mehrere Stadthäuser die zu einem Hotel umgebaut worden sind. Wir haben ein paar Touristen getroffen die das ganz einfach über TUI gebucht haben, man kann sich also den Ärger vor Ort ersparen.

   

   

 

Tag 14 - 16 Rückfahrt nach Frankfurt

2300km, die wenig Spaß gemacht haben. Geschlafen haben wir im Auto am Rastplatz bei Orange

 

Noch ein paar Fakten
- 7600 km Fahrt, davon 3000 in Marokko
- Minimalverbrauch 12l, max. 18l
- ca. 4l Öl nachgefüllt
- Preis pro Liter Diesel in Marokko, € 0,60
- Preis pro Tag Campingplatz im Schnitt € 4 (Auto, Zelt, 2 Personen)